Joli Haller

Erster Bürgermeister Markt Bodenmais

Auf Eis gelegt: Vorerst kein Aufzug am Alten Rathaus

Bedrückte Mienen und dann eine konsequente Entscheidung: Das aufwendige Projekt eines Außen-Aufzugs für das Alte Rathaus ist vom Gemeinderat vorerst auf Eis gelegt worden. Ein Lift für das Kulturzentrum mit seinem Veranstaltungs-Dachboden, bisher alles andere als barrierefrei, hätte jeden Kostenrahmen gesprengt.

Diese ernüchternde Erkenntnis musste das Gremium nach der Ausschreibung hinnehmen. Sie hatte ergeben, dass sich die die tatsächlichen Kosten um rund 150430 Euro gegenüber der Kostenberechnung erhöhen würden. “Wir müssen das abblasen, obwohl wir einen genehmigten Bauplan in der Schublade haben”, argumentierte der Rathauschef Joachim Haller.

Seiner Meinung nach wäre der Einbau eines Aufzuges in das historische Gebäude ein “Riesengewinn” gewesen, aber nach dieser neuen Erkenntnis “finanziell nicht verkraftbar”. Und das trotz zugesicherter Förderung durch das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) in Höhe von 214200 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde hätte bei rund 258730 Euro gelegen.

Hier zur Berichterstattung in der PNP

Vorzeigeunternehmen besichtigt:

CSU Bodenmais besucht die Unternehmensgruppe Weikl

Der CSU-Ortsverband mit Bürgermeister Joli Haller hat zusammen mit MdB Alois Rainer und dem Vorsitzender der Mittelstandsunion, Franz Hollmayr, die Unternehmensgruppe Weikl besucht.

“Mia samma Bomoissa und des bleibm ma aa!” Dieser Satz des Firmeninhabers ist schon ein geflügeltes Wort geworden. Und die Besucher konnten sich davon überzeugen, dass die Familie Weikl nach diesem Bekenntnis lebt und handelt. Zu sehen gab es die drei Standbeine – Elektrotechnik, Gebäude- und Maschinenautomatisierung sowie Bauunternehmen – und auch die enorme Entwicklung vom Einmann-Betrieb zur Unternehmensgruppe. Vom Erfolg in diesen 42 Jahren zeugen die 200 Arbeitsplätze, Bewunderung fand aber auch die Unterstützung der Auszubildenden. In der firmeneigenen Weikl-Akademie werden die Fachkräfte der Zukunft aufgebaut. Die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe präsentierte Franz Weikl jun. Die Zahl der Ausbildungsplätze soll von derzeit 23 Stück auf 40 wachsen. Weikl stellte den “digitalen Monteur” vor und den geplanten Neubau einer Lagerhalle mit Zimmerei für den Geschäftsbereich FreimuthBau. Im neu eröffneten Baumarkt finden sich über 5000 verschiedene Artikel. Und mit dem geplanten neuen Camping- und Wohnmobilstellplatz will Weikl einen wichtigen neuen wichtigen Wachstumsmarkt im Tourismus erschließen. CSU-Ortsvorsitzender Sepp Brem bedankte sich im Namen aller für diese tiefen Einblicke.

 

Im Bild die Besuchergruppe mit der Familie Weikl (vorne Mitte), Alois Rainer, Franz Hollmayr und Joli Haller.

Feuerwehr und Helfer vor Ort geben Blut für Spenden

“Mit einer Blutspende Leben retten”, so der gemeinsame Tenor der beiden Führungskräfte Göstl Christoph und Müller Thomas von den Helfern vor Ort und von der Feuerwehr, “so möchten wir uns für die Geldspenden bedanken, die in den vergangenen Wochen im Rahmen der Cold-Water-Challenge eingegangen sind.” Gemeinsam mit Bürgermeister Joachim Haller, der sie bei ihrer Idee sofort unterstützte, wurde zum Blutspenden aufgerufen. Die Feuerwehr Bodenmais hat einen Spendenaufruf per Video ins Netz gestellt. Bürgermeister Joachim Haller war so angetan von der guten Idee, dass er spontan ein Lied im Internet veröffentlichte, um Spender für den Bodenmaiser Blutspendetermin zu gewinnen.
Der Aufruf zeigte Wirkung. 125 Personen sind im Vital-Zentrum zum Blutspenden erschienen. Davon waren 34 Erstspender, was eine außergewöhnlich hohe Zahl ist, wie der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes bestätigt. Aktuell bleiben viele Spenderliegen vielerorts leer, die Grippe kursiert schon längerer Zeit in Bayern. Aber auch die bevorstehenden Osterferien können zu Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven führen. BRK-Kreisgeschäftsführer Günther Aulinger hat es sich nicht nehmen lassen, um sich für diese außergewöhnliche Aktion vor Ort zu bedanken. “Jeden Tag werden in Bayern etwa 2000 Blutkonserven gebraucht, die wir nur dank vieler treuer Blutspender auf unseren Terminen sammeln”, so der BRK-Kreisgeschäftsführer.
Das Blutspendeteam aus Regensburg wurde von den freiwilligen Helferinnen und Helfern der Bereitschaft Bodenmais unterstützt. Sie übernahmen die Spenderregistrierung und sorgten dafür, dass sich die Spender nach dem Aderlass bei einer Brotzeit stärken konnten.

Insgesamt waren 125 Spender erschienen, sieben davon fielen aus. Für dreimaliges Blutspenden wurden geehrt: Christina Geiß, Sabrina Probst, beide Bodenmais
Ramona Kasperbauer, Teisnach; Valentyna Wagner, Max Englram, Langdorf, Lisa-Maria Geiger, Drachselsried; für zehnmaliges Blutspenden: Silke Urban, Bodenmais; für 50-maliges Blutspenden: Karl Brunner, Bodenmais.

Fasching in Bodenmais

“Super, das ist ja fast so toll wie in Köln”. Die Urlauberin aus dem Rheinland war ganz aus dem Häuschen und tanzte am Straßenrand ausgelassen mit, als sich am Faschingsdienstag ein langer Gaudiwurm durch Bodenmais schlängelte. Die Narren unterm Silberberg hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und sich einiges einfallen lassen. Neun Wägen und elf Fußgruppen waren mit von der Partie, an den Straßenrändern verfolgten einige tausend Zuschauer das Spektakel.
Der Bürgermeister und die Strabs: Auf seinem Moped verdeutlichte Joli Haller, dass der Markt Geld braucht.

Zwischen Vampiren, Raben, Engeln, Teufeln und Nonnen tuckerte Bürgermeister Joli Haller mit seinem Oldtimer-Moped herum, der Rathaus-Chef forderte Geld aus München. “Söder wirf uns Geld herab, ohne Strabs wird‘s in der Kasse knapp”. Ihrem Namen alle Ehre machten die Faschingsfreunde Silberberg, die mit gleich drei Wägen und einer Fußgruppe vertreten waren. Die Blicke auf sich zog vor allem ein riesiges, aufwendig zusammengezimmertes Piratenschiff, gezogen von einem genauso riesigen Bulldog. Ebenfalls viel Mühe machten sich die Faschingsfreunde Undadoaf, die auf ihren beiden Wägen die BTM und die Baustellen aufs Korn nahmen, oder die Gruppe Einstein und Co., die sich dem Klimawandel widmete und meinte, dass es in zehn Jahren zwischen Weihnachten und Ostern keinen Unterschied mehr geben wird. Der TSV verglich den Bürgermeister mit großen Staatsmännern, auf einem weiteren Wagen gab es einen (Bier)-Gruß aus der Nachbargemeinde Drachselsried.

Große Anerkennung verdienten sich aber auch die Fußgruppen, die sich mit fantasievollen Kostümen auf den rund 1,5 Kilometer langen Weg gemacht hatten. Vom Dorfcafé-Balkon herab informierte Tobias Krenn die Zuschauer, die Straßenabsperrungen übernahm die Feuerwehr Bodenmais.kr

Vampirdamen aus Transsilvanien stürmen das Rathaus

Was wäre der unsinnige Donnerstag ohne die “Bodenmaiser Faschingsfrauen”, die als Vampire aus Transsilvanien verkleidet unter der Leitung von Birgit Zechel das Rathaus gestürmt und den Rathausschlüssel von Bürgermeister Joachim Haller eingefordert haben. Aber der Bodenmaiser Rathauschef hatte sich gut auf Rathausstürmung vorbereitet, zumal ihm ein Vögelchen schon gezwitschert hatte, dass ihm “Gefahr” von Vampirdamen drohen würde. Joachim Haller hatte sich als jungfräuliche Braut verkleidet und als Abwehr gegen Vampire einen Knoblauchkranz umgehängt, sowie einen Holzpflock dabei.
Die Damen “überfielen” den Bürgermeister in seinem Büro im ersten Stock und schleppten ihn dann vor das Rathaus, wo ihm als erstes der Rathausschlüssel abgenommen wurde. Birgit Zechel als “Obervampir” verkündete dann, was die Damen alles gerne von Joli Haller hätten, vor allem musste er sich zu einem gemeinsamen Weißwurst-Frühstück mit den Vampirdamen bereit erklären, um damit größeres Unheil von Bodenmais abzuwenden.
Auch hatten die Vampirdamen einen ganzen Eimer voller “Blut” in Form von Hochprozentigem dabei, das an die zahlreichen Gäste und Einheimischen verteilt wurde. Außerdem gab es wieder die bekannten Faschingskrapfen der Bäckerei Probst und das gute Falter-Bier wurde ausgeschenkt, dem alle Faschingswilligen gerne zusprachen.
Organisiert worden war die Rathausstürmung von den Damen der BTM-Veranstaltungsabteilung Evi Adam-Sterl, Karin Reisinger und Elke Saller, die auch für die fetzige Faschingsmusik sorgten.− kat

Breitbandausbau: 180 Haushalte surfen künftig schneller

Bei der Vertragsunterzeichnung: (vorne v.l.): 2. Bürgermeister Johann Sturm, 1. Bürgermeister Joachim Haller und Markus Münch, Infrastrukturvertrieb Süd der Telekom Deutschland GmbH, mit (hinten v.l.) Karl Kollmaier, Breitbandpate, und Willi Köckeis, Technik Niederlassung Süd der Telekom. − Foto: Gemeinde
Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Bodenmais gewonnen. Den Vertrag dazu haben jetzt Bürgermeister Joachim Haller und Vertreter der Telekom unterzeichnet. Rund 180 Haushalte in den Ortsteilen Mais, Waid, Klause, Unterlohwies, Kothinghammer, Steinhammer, Karlhammer, Untersteinhaus, Miesleuthen, Riederin, Glashütte, Obere Glashütte, Bretterschachten, Silberberg, Böhmhof und Kohlplatz können nach dem Netzausbau mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen. Das neue Netz soll laut Telekom so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Telekom verlegt in den kommenden zwei Jahren unter anderem 17 Kilometer Glasfaserkabel und stellt sechs Glasfasernetzverteiler neu auf. “Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom”, sagte Bürgermeister Joachim Haller. Mit dem Ausbau sichere sich die Gemeinde einen digitalen Standortvorteil und werde als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver. “Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft in Bodenmais. Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen,” versprach Markus Münch, Regionalmanager der Deutschen Telekom, bei der Unterzeichnung. Damit die Telekom auf Glasfaser ausbauen kann, müssen auch die Immobilienbesitzer mitmachen. “Glasfaser gibt es nur gemeinsam”, sagt Willi Köckeis, Ansprechpartner Kommunen bei der Telekom Technik GmbH. “Für den Anschluss ans schnelle Netz brauchen wir eine Einverständniserklärung mit Unterschrift des Eigentümers.” Die Eigentümer werden von der Telekom kontaktiert, sobald die Gemeinde die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben hat

Vier ausgezeichnete Gastgeber

Bei ihren Gästen überaus beliebt: Die Bodenmaiser “Holidaycheck Award”-Sieger mit Bürgermeister Joli Haller (h.r.), HolidayCheck-Sales-Managerin Nina Harter (h.M.) und 2. Bürgermeister Johann Sturm (h.l.). − Foto: BTM

705 Hotels in 38 Ländern haben den Publikumspreis des Bewertungsportals Holidaycheck erhalten. In Deutschland ganz vorne mit dabei sind vier Hotels und Pensionen aus Bodenmais. So kommt nicht nur der Sieger aus Bodenmais, gleich drei weitere Bodenmaiser Unterkünfte wurden von den Urlaubern unter die Top Ten gewertet: 1. Haus Drei Tannen (Elke und Roland Kleis); 3. Villa Montara Bed & Breakfast (Oliver Madel und Uwe Krauser); 4. Landhaus Meine Auszeit (Kim de Vries und Joost Lafeber); 8. Hotel Bergknappenhof (Familie Schweikl).

Die Auszeichnung basiert auf Hotelbewertungen, die in einem Zeitraum von zwölf Monaten auf HolidayCheck eingegangen sind.

Wanderwege: ILE Zellertal marschiert vereint

Einen großen Schritt in eine zukunftsfähige Beschilderung des Wanderwegenetzes haben am Montagabend vier Gemeinderäte gemeinsam gewagt. Die kommunalen Gremien aus Arnbruck, Bodenmais, Drachselsried und Langdorf, die als Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Zellertal zusammenarbeiten, haben mit breiter Mehrheit dem Bodenmaiser Outdoor-Unternehmer Baperl Koller grünes Licht gegeben.

Ihm hatte man schon im vergangenen Jahr den Auftrag zur Erarbeitung eines Wanderwegekonzeptes erteilt. Völlige Einigkeit gab es jetzt nicht in der ILE-Sitzung im Bodenmaiser Vital-Zentrum, in der die jeweiligen Bürgermeister die Abstimmungen leiteten.

Arnbruck sprach sich mit zwei Gegenstimmen für das Konzept aus, vier Mandatsträger waren aus Langdorf dagegen, vollste Zustimmung kam aus Bodenmais und Drachselsried. Zuvor gab es die Präsentation des Wanderwegekonzeptes und den anschließenden kontroversen Meinungsaustausch mit fast zwei Dutzend Wortmeldungen.

Im Wesentlichen geht es darin um die Beschilderung, die durch grüne Edelstahlschilder mit größtmöglich vereinfachtem Inhalt in Pfeilform auf Stahlpfosten ohne Ortslogos erfolgen soll.

Die Kennzeichnung der Touren einer Gemeinde bekommt die Anfangsbuchstaben des Ortes – wie beispielsweise La für Langdorf – und eine Nummerierung von 1 bis x. Rundtouren werden mit rotem Kreis gekennzeichnet, Zieltouren mit blauen Quadraten. Koller sprach auch über Wanderparkplätze mit Toilettenanlagen, Trinkwasserbrunnen, Infotafeln und Müllentsorgung, Themen- und Erlebniswege, Spielplätze und “Kraftplätze”, über das Marketing mit Tourenportal, App, Imagefilm und Wanderkarten.

All das bildet das Wanderwegekonzept der vier ILE-Zellertal-Gemeinden, die den Beschluss fassten, das Vorgestellte im laufenden Jahr hinsichtlich der Maßnahmen für die neue Beschilderung sowie den zu erstellenden Imagefilm umzusetzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 323755 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass die Gewährung einer weiteren Stabilisierungshilfe an die Gemeinden dadurch nicht gefährdet wird – das soll von den Bürgermeistern und der Verwaltung im Vorfeld mit dem Zuwendungsgeber abgeklärt werden.

Die Beschilderung inklusive Druck, Wegweiser, Markierungszeichen mit Anschaffung, Halterung und Aufstellung wird mit rund 315000 Euro für die vier ILE-Gemeinden insgesamt kalkuliert, dazu kommt noch die Erstellung eines Imagefilms für rund 8755 Euro. Diese Kosten sollen über das Förderprogramm Leader bezuschusst werden. Auf diese Weise ist eine Finanzierung von sechzig Prozent der Nettokosten möglich.

“Frohe Kunde”: Bodenmais knackt die 800.000er-Marke

Es geht weiter bergauf mit den Übernachtungszahlen in Bodenmais: Die Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH (BTM) konnte im Jahr 2017 rund 811.000 Gästeübernachtungen verbuchen – das sind rund 26.000 Übernachtungen mehr als im Vorjahr (plus 3,17 Prozent), wie die BTM mitgeteilt hat.

“Wir dürfen auf eines der erfolgreichsten Jahre seit Gründung der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH zurückblicken”, gibt sich BTM-Geschäftsführer Bernhard Mosandl zufrieden. Bemerkenswert seien die rund 166.000 Gästeankünfte, die Bodenmais im abgelaufenen Jahr verzeichnen konnte. Das sind gut 9000 Gäste (plus 5,44 Prozent) mehr, die sich für einen Urlaub unterm Silberberg entschieden haben.

“In den 1990 Jahren, den Rekordjahren der Übernachtungen, kamen nur etwa 100.000 Gäste im Jahr nach Bodenmais. Die Aufenthaltsdauer ist deutlich gesunken und die Mitbewerber schlafen ja auch nicht. Qualität und Innovation setzt sich auch in Zukunft durch !”